Identität im Job – Das wahre Ich wieder entdecken

Von Umbruchszeiten zu Identitätskrisen

Die Umbruchszeiten in der Arbeitswelt, aber auch gesellschaftlicher Veränderungen haben großen Einfluss auf die persönliche, aber auch die Unternehmensidentität. Wir haben kaum so oft, wie in diesen Zeiten gehört, wer wir sind und wie wir zu sein haben. Diese Feedbackflut führt nicht selten dazu, dass wir uns mehr und mehr selbst verlieren. Chefs bewerten Mitarbeiter, Mitarbeiter Chefs. Personaler bewerten Stärken, Schwächen und Potenziale. Die Mitarbeiter bewerten sich gegenseitig. In Netzwerken wie Xing, LinkedIn stellt man sich Referenzen aus und auch auf anderen sozialen Medien wird einfach alles beurteilt. 

Auf der einen Seite Feedback, auf der anderen Seite lange und komplexe Listen der Erfolgskriterien im Job. Diese finden sich zu Hauf in Karriereratgebern, Stellenausschreibungen oder Seminaren. Da kann einem durchaus die Idee kommen, diese eher als Regieanweisungen zu sehen und als Rollenspiele im Berufsalltag auf unserer Karrierebühne zu inszenieren. Doch dass diese beruflichen Rollen sich mehr und mehr auf unsere persönliche Identität auswirken, ist deutlich spürbar. Es sind Aussprüche zu hören, wie: „Ich bin eigentlich ganz anders, ich erkenne mich selbst kaum wieder.“ oder „Ich bin irgendwie nicht eins mit mir selbst.“ 

Wie Anforderungen und Ideale uns verirren lassen

In der Berufswelt scheinen daher die defusen Persönlichkeitsanforderungen Störfaktoren für die Identitätsfindung zu sein. Menschen neigen dazu, ihr Selbstkonzept an vorgegebenen Idealen zu orientieren. Wird Teamfähigkeit für eine Stelle erwartet, findet man für sich selbst in erster Linie Beispiele, in denen man sich teamfähig gezeigt hat – auch, wenn man vermeintlich eine ausgeprägte Tendenz zur Introversion hat. Wir werden bombardiert mit Anforderungen und Bewertungen und wir werden zugeschüttet mit Feedback. Die Folge: Wir hören auf, die Beurteilungen kritisch zu hinterfragen, gleichen sie immer weniger mit den eigenen Erfahrungen und Werten ab. 

Sinnsucher und Sinnfinder

So kommt es zu einer merkwürdigen Entwicklung: Wir werden zum Spiegelbild des Spiegelbildes – ein Zerrbild. Diese Verzerrung der Identität kann sich zum einen über die Gefühlswelt ausdrücken: Aversionen gegen das, was ich im Job tue, Demotivation, Unzufriedenheit und verstärkte Sinnsuche. Auf der anderen Seite können körperliche Symptome spürbar werden. Diese Missverständnisse über die eigene Persönlichkeit können schwerwiegende Folgen haben. Gerade in Führungspositionen herrscht nicht selten der Irrglaube, unbegrenzt belastbar zu sein. Sich dann doch in einem körperlichen Zusammenbruch mit massiven psychischen Spannungen wieder zu finden, stört das Selbstbild. In vielen Fällen haben diese Missverständnisse aber weniger dramatische Folgen und drücken sich eher in einem vagen Gefühl aus: „Ich weiß gar nicht mehr genau, wer ich bin.“ oder „Ich habe mich selbst verloren.“

Wie echt ist das eigene Spiegelbild: Natürliches und angepasstes Verhalten

Wie verbreitet solche Gefühle sind, zeigt ein Blick auf den Buchmarkt. Die Selbstfindungsliteratur boomt seit Jahren. Abgesehen vom unterschiedlichen Tiefgang und ihrer Qualität haben die Bucher eins gemeinsam: Sie fordern zur Selbstbeobachtung und Selbstreflexion auf – zu mehr Selbstbewusstsein. Wichtig zu wissen dabei: In Situation, in denen ich mich selbst reflektiere, bin ich nicht die Person wie in Situationen, in denen ich mich spontan oder unter Druck und Stress verhalte. 

Die eigene Persönlichkeit ist eine Landkarte, mit Touristen-Hotspots und mit noch unerschlossenen Gebieten. Ein Coach kann dabei unterstützen und begleiten, Wege zu Ich zu finden. Antworten auf diese Fragen sind wichtig, um eine kraftvolle Position in verschiedensten Situationen einnehmen zu können, z.B. in Konflikten oder sehr herausfordernden Zeiten. Wichtig, um Abgrenzung zu schaffen und zu wissen, wo man wieder auftanken kann. Am Ende steht nicht nur eine Zufriedenheit im Job und im Privatleben, sondern auch eine Vitalität, sich den immer neuen Veränderungen zu stellen. Dabei befindet sich die individuelle Identität ebenfalls kontinuierlich im Fluss. Somit ist Identitätsfindung ein lebenslanger Lernprozess und die Beantwortung der Frage: „Wer bin ich?“ ein dauerhaftes bzw. immer wiederkehrendes Projekt.

Coaching, Dein Wegbegleiter, besonders in der Krise 

Die Frage: „Wer bin ich?“ schwingt in Coachings immer häufiger mit. Das kann daran liegen, dass Individualität und echte Persönlichkeit in Unternehmen häufig zu kurz kommt, besonders in Krisenzeiten. Je schlechter es läuft, desto weniger zählt der Einzelne, dann geht es nur noch um Zahlen, Daten, Fakten. 

Willst Du Deine wahre Identität (wieder) entdecken und ihr wieder mehr Raum zur Entfaltung geben? Willst Du wieder mehr Du selbst sein und wieder mehr Zufriedenheit empfinden? Dann kann Coaching für Dich eine gute Wahl sein: Gern unterstütze und begleite ich Dich auf deinem Weg zu Dir selbst: Mit klarer Identität wirkungsvoll sein und etwas bewegen. Mit spannenden Methoden und professionellen Fragen unterstütze ich Dich, Dir Deiner Identität bewusst zu sein, Dein Profil zu schärfen und Dein Potenzial zu entfalten. 

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© 2020 von Kristin Fuchs